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Forschungsdatenmanagement - Förderung von 14 Projekten gestartet : Datum:

Die Speicherung und Nachnutzung von Forschungsdaten gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das BMBF fördert daher gezielt den Aufbau von Strukturen des Forschungsdatenmanagements an Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaft. Seit Herbst 2022 werden 14 Projekte gefördert. 

 

Personen interagieren mit Diagrammen © Formfrom.design

In immer mehr wissenschaftlichen Feldern entstehen größere und auch komplexer werdende Mengen an Forschungsdaten. Diese gewinnen gleichzeitig zunehmend an Bedeutung, versprechen sie doch neue Potentiale für Innovationen und den wissenschaftlichen Wissenserwerb. Aus diesem Grund wurden in den letzten Jahren Strukturen für ein leistungsstarkes Forschungsdatenmanagement (FDM) in Deutschland geschaffen. Dieses beinhaltet die Dokumentation, Referenzierbarkeit, Publikation, Archivierung und Nachnutzung von Forschungsdaten. Mit der nun gestarteten Förderrichtlinie zur „Förderung von Projekten zum Thema Nachnutzung und Management von Forschungsdaten an Fachhochschulen“ sollen gezielt noch vorhandene Lücken in der FDM-Landschaft geschlossen werden.

Forschung an Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaft (FH/HAW) unterliegt häufig anderen Voraussetzungen als an Universitäten. Sie ist anwendungs- und umsetzungsorientiert, findet oftmals in Kooperation mit externen Partnern statt und wird vergleichsweise häufig von privaten Fördermittelgebern finanziert. Die dort produzierten Daten stellen bestehende FDM-Konzepte durch ihre Heterogenität und die damit einhergehende schwere Standardisierbarkeit vor hohe Herausforderungen. Nicht zuletzt erfordert die vergleichsweise hohe zeitliche Auslastung des Personals mit Lehre die Gestaltung von passgenauen Lösungen für das FDM. Das BMBF fördert daher explizit mit dem Aufbau und der Entwicklung technischer und informationeller Strukturen bedarfsgerechte FDM-Lösungen für FH/HAW. 

Förderung von 14 Projekten gestartet

Der Fokus der Förderung liegt dabei auf der Förderung personeller Ressourcen, insbesondere zur Bedarfsermittlung, Beratung, Schulung und Unterstützung der Forschenden und Studierenden sowie zur Vernetzung mit relevanten Stakeholdern bestehender FDM-Strukturen. Die Fördermaßnahme adressiert zwei Themenbereiche: (1) den strukturellen Auf- und Ausbau von FDM-Maßnahmen, von der Identifikation FH-spezifischer Bedarfe bis zur überregionalen Verstetigung bestehender FDM-Konzepte und -Strukturen und, (2) die Durchführung von kürzer laufenden Studien und Analysen zur Untersuchung FH-spezifischer Voraussetzungen und Herausforderungen in Bezug auf das FDM.

Von Anfang Januar 2022 bis Frühjahr 2023 werden dabei drei Studien und Analysen gefördert.

EVER_FDM

Das Vorhaben EVER_FDM der Frankfurt University of Applied Sciences erhebt Wissen über das Forschungsdatenmanagement (FDM) des wissenschaftlichen Personals aller deutschen HAW, deren bisherige FDM-Aktivitäten sowie deren Bedarfe zu FDM. Durch die Erhebungen soll die passgenaue Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Förderung des FDM (z. B. im Bereich Schulung, Beratung oder technischer Infrastruktur) ermöglicht werden.

FDMH-Nord

Das Vorhaben FDMH-Nord der Technischen Hochschule Lübeck zielt auf die Identifikation von Bedarfen von HAW zur Umsetzung des Forschungsdatenmanagements. Darauf aufbauend soll am Beispiel der Technischen Hochschule Lübeck eine Informationsgrundlage geschaffen werden, die mit einer Analyse des Status Quo anderer norddeutscher Hochschulen, zunächst aus Schleswig-Holstein, untermauert wird.

SAN-DMP

Das Projekt SAN-DMP ist ein Verbundprojekt unter der Koordination der Technischen Hochschule Köln. Darin wird erforscht, wie Forschungsdatenmanagement durch das zentrale Instrument der Datenmanagementpläne (DMP) an FH/HAW systematisch unterstützt und zielgerichtet etabliert werden kann. Das Vorhaben analysiert die spezifischen Bedarfe und Anforderungen an die DMP von HAW im Kontext externer Praxispartner in Forschungskooperationen. Daraus sollen Handlungsempfehlungen und Umsetzungsszenarien zur Einführung von DMP in der angewandten Forschung entstehen.

Die 14 Projekte zum strukturellen Aufbau sind zwischen August und Oktober 2022 gestartet. Die geförderten Projekte repräsentieren eine regionale Verteilung sowie eine fachliche Vielfalt, wodurch ein möglichst breiter Anschluss und Einbezug fachhochschultypischer Forschungsprojekte adressiert werden soll.

Die Fördermaßnahme wird aus der Aufbau- und Resilienzfazilität der EU finanziert.

fdm@DHBW

Mit fdm@DHBW will die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Prozesse entwickeln, um das bisher fehlende Forschungsdatenmanagement als Dienst an der DHBW bereitzustellen. Hierzu ist die Entwicklung von Daten-Repositorien und die Erweiterung von Schulungs- und Fortbildungsangeboten für Partnerunternehmen geplant. Neben der technischen Realisierung sollen Themen der Benutzerfreundlichkeit, IT-Sicherheit und rechtliche Themen untersucht werden. Hier geht’s zum Projekt!

FDM2_TH_KOELN

Das Projekt FDM2_TH_Koeln zielt darauf ab, eine zentrale Datenspeicherinfrastruktur für die Technische Hochschule Köln zu erarbeiten, die die einheitliche Speicherung von Forschungsdaten gewährleistet und die Suche nach Metadaten über Schnittstellen ermöglicht. Darüber hinaus sollen ein Beratungs- und ein Schulungsangebot für Forschende an der Hochschule entwickelt werden, die modellhaft im Fachgebiet Ingenieurwissenschaften getestet und erprobt werden. Hier geht’s zum Projekt!

UFOowl

Das Verbundprojekt UFOowl unter der Koordination der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe zielt darauf ab, ein bedarfsorientiertes Servicekonzept für zentrale Dienstleistungen für Forschungsdatenmanagement (FDM) zu entwickeln. Ziel ist es, technische Infrastruktur, juristische Expertise, Wissen im Bereich Datenpublikation und zielgruppengerechte Schulungen hochschulübergreifend aus einer Hand anzubieten. Ein besonderer Fokus soll auf der Umsetzung des FDM in Verbundprojekten gelegt werden. Hier geht’s zum Projekt! 

FDM@HSB

Das Projekt FDM@HSB zielt auf den Aufbau eines bedarfsspezifischen Forschungsdatenmanagements an der Hochschule Bremen (HSB). Als Teil des UAS7-Verbundes leistungsstarker HAW im Raum Bremen sollen zudem Beratungsangebote und Entscheidungshilfen im Kontext von Open Data und Transferprojekten über die HSB hinaus angeboten werden. Hier geht’s zum Projekt!

Persist@HAW

An der Fachhochschule Aachen sollen durch das Projekt Persist@HAW Organisations- und Dienstleistungskonzepte für das Forschungsdatenmanagement entwickelt und erprobt werden. Diese bauen auf dem Projekt „Research Data Storage“ auf, in dem eine technische Infrastruktur zur Speicherung und Verfügbarmachung von Forschungsdaten bereits besteht. Das Projekt Persist@HAW möchte nun vor allem auf der prozessualen und kommunikativen Ebene dafür sorgen, dass die Forschenden bessere Unterstützung bei der Nutzung erhalten. Hier geht’s zum Projekt!

initFDM

Das Vorhaben initFDM zielt auf den Aufbau von Unterstützungsstellen im Bereich Forschungsdatenmanagement (FDM) für die Forschenden der Hochschule Anhalt und darüber hinaus für die Beratung an den fünf landesweiten Promotionszentren. Den Start bilden zwei forschungs- und drittmittelstarke sowie datenintensive Pilot-Bereiche (Biodiversität und nachhaltige Landnutzung sowie Photovoltaik). Darin werden Mitarbeitenden-Tandems geschult, die zudem als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren fungieren. Hier geht’s zum Projekt!

FitForFDM

Im Projekt FitForFDM der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin werden die Voraussetzungen für ein systematisches und effizientes Forschungsdatenmanagement (FDM) erhoben und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen erprobt. Darauf aufbauend soll eine FDM-Policy und ein Handlungsrahmen zum Umgang mit Forschungsdaten entwickelt werden. In einem FDM-One-Stop-Shop werden Materialien zum FDM-Kompetenzaufbau bereitgestellt. Hier geht’s zum Projekt! 

FDM-HAWK

Das Verbundprojekt FDM-HAWK unter der Koordination der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zielt darauf ab, ein strukturiertes Forschungsdatenmanagement (FDM) an allen beteiligten Hochschulen zu implementieren und an hochschulischen Servicezentren und Bibliotheken nachhaltig zu integrieren. Dazu sollen alle beteiligten Hochschulen einen FDM-Plan erarbeiten, der jeweils auf die fachbezogenen Besonderheiten eingeht. Begleitend zum Datenmanagement werden dabei Unterstützungsstrukturen erarbeitet. Hier geht's zum Projekt!

HyperSpec-FDM

Ziel des Projekts HyperSpec-FDM ist der Aufbau eines leistungsfähigen, zentralen und nachhaltigen Forschungsdatenmanagements (FDM) für medizinische Daten an der Hochschule Mannheim. Der Fokus des Projekts liegt auf der Archivierung, Verschlagwortung und Nachnutzung dieser Daten und der Vernetzung mit forschungsunterstützenden Einrichtungen der Hochschule (u. a. Campus IT, Bibliothek, Research Management Center). Hier geht’s zum Projekt! 

GesundFDM

Unter der Koordination der Frankfurt University of Applied Sciences zielt das Verbundprojekt GesundFDM auf die Etablierung eines professionellen Forschungsdatenmanagements (FDM) für die Gesundheits-, Therapie- und Pflegewissenschaften sowie für die gesundheitsbezogene Soziale Arbeit. Insbesondere sollen dort verwendete Forschungsdaten besser verfügbar und nachnutzbar gemacht werden, da hier bisher nur rudimentär Angebote vorhanden sind. Hier geht’s zum Projekt!

FDM@HAW.rlp

Das Verbundprojekt FDM@HAW.rlp unter der Koordination der Hochschule Mainz zielt auf den Aufbau und die langfristige Etablierung von Forschungsdatenmanagement-Strukturen und -Services an den HAW in Rheinland-Pfalz. Dabei soll ein landesweites Kompetenzteam, bestehend aus sogenannten „FDM-Scouts“, „FDM-Stewards“ und einer zentralen Koordinierungsstelle Forschende informieren und beraten. Hier geht’s zum Projekt!

FDM-ndsHAW

Das Projekt FDM-ndsHAW zielt auf den Auf- und Ausbau eines pass- und leistungsfähigen Forschungsdatenmanagements (FDM) an den niedersächsischen HAW. Ein starker Fokus liegt dabei auf dem Aufbau zentraler Strukturen an der Hochschule für angewandte Wissenschaften und Kunst (HAWK) und der Schaffung von FDM-Botschafterinnen und –Botschaftern, die zentral für alle HAW FDM-Know How erarbeiten, aufbereiten und bereitstellen. Durch die Ausbildung von FDM-Botschafterinnen und –Botschaftern an der HAWK, die wiederum Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an den niedersächsischen HAWs schulen, wird so zu einer Professionalisierung und Effektivitätssteigerung des niedersächsischen FDM an HAW beigetragen. Hier geht’s zum Projekt!

IN-FDM-BB

Das Verbundprojekt IN-FDM-BB unter der Koordination der Fachhochschule Potsdam zielt darauf ab, an den fünf staatlichen forschenden brandenburgischen FH/HAW sowie den drei staatlichen Universitäten ein Forschungsdatenmanagement (FDM) mit den entsprechenden Strukturen und erforderlichen Qualifizierungsmaßnahmen zu entwickeln und zu verankern. Darüber hinaus soll im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes mit den assoziierten Partnern ein nachhaltiges FDM für alle staatlich geförderten Hochschulen in Brandenburg kooperativ und synergetisch implementiert werden. Hier geht’s zum Projekt! 

FORTH-BW

Das Verbundvorhaben FORTH-BW wird von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen koordiniert. Ziel ist die Einführung eines Forschungsdatenmanagements (FDM) an den beteiligten FH/HAW in Baden-Württemberg sowie die Etablierung eines übergreifenden FORTH-BW-Netzwerks. Dazu sollen der jeweilige Bedarf und mögliche Barrieren ermittelt und ein gemeinsamer Sockel-Prozess entwickelt werden. Stakeholder der jeweiligen HAW werden eng eingebunden und unterstützen die Ein- und Durchführung des FDM-Prozesses. Hier geht’s zum Projekt!